- Fertigstellung
- 2012
- Standort
- 8805 Richterswil, ZH
- Dienstleistungen Kunstbau
- Neubau Kunstbauten
- Bauwerksart
- Unterführungen/Tunnel
- Art der Beanspruchung
- Bahnverkehr
- Ausgangslage
- Der nicht gesicherte Bahnübergang im Bereich des SBB-km 26.525 der Strecke Thalwil – Ziegelbrücke wurde im Zuge des Gesamtprojekts „Zürichseeweg“ durch den Neubau einer Personenunterführung (PU) unter den bestehenden Bahngleisen im Bereich des SBB-km 26.485 ersetzt. Zunächst wurde ein Variantenstudium sowohl mit Unter- als auch Überführung untersucht. Die Bauherrschaft (Kanton und Gemeinden) haben sich aus gestalterischen Überlegungen für eine Unterführung entschieden.
- Konzept und Vorgehen F+B AG
- Der Neubau der PU weist im Grundriss eine U-förmige Anordnung der beiden Treppenläufe auf. Die lichte Breite der Unterführung beträgt 2.25 m, die lichte Höhe 2.50 m und die Länge ca. 11.50 m. Alle Bauteile wurden mit einer Dicke von 40 cm ausgebildet. Das Bauwerk befindet sich in der Regel rund 2 m und bei Hochwasser rund 3 m im Grundwasser. Die Auftriebssicherung erfolgt nur durch Eigengewicht und Erdauflasten, indem die Bodenplatten des Bauwerks über die Wände auskragend ausgeführt wurden. Das Bauwerk wird als wasserdichte Betonkonstruktion (weisse Wanne) und fugenlos ausgeführt. Hinsichtlich der Anforderung an die Trockenheit des Bauwerks galt es, die Dichtigkeitsklasse 2 gem. Norm SIA 272 einzuhalten. Bzgl. der Rissbreitenbegrenzung wurden hohe Anforderungen gem. SIA 262 resp. Dichtigkeitsklasse 1 gem. SIA 272 bei der Dimensionierung der Betonbauteile berücksichtigt. Entsprechend der Nutzung wurden als Verkehrslasten die Einwirkungen aus dem Bahnverkehr gemäss der Norm SIA 261 (2003) in Rechnung gestellt.
- Leistungen F+B AG
- • Variantenstudium (31)
• Massnahmenprojekt (32)
• Bewilligungsverfahren SBB (33)
• Ausschreibung (41)
• Ausführungsprojekt (51)
• Bauleitung (52)
• Schlussdokumentation PAW (53)
- Rahmenbedingungen
- Zur Aufrechterhaltung des Zugverkehrs während den Bauarbeiten waren Hilfsbrücken erforderlich, deren Widerlager (Fundamente) wegen des schwierigen Baugrunds auf Pfählen gegründet werden mussten. Sämtliche Arbeiten für die Herstellung des Neubaus der PU SBB Mülenen wurden in einer geschlossenen Baugrube mit Wasserhaltung ausgeführt. Die Baugrubenumschliessung erfolgte durch eine Spundwand, die nach Fertigstellung des Bauwerkes (mit Ausnahme des Bereichs der Unterführung) wieder gezogen wurde. Die Arbeiten im Gefahrenbereich der Bahn erfolgten in Nachtsperren. Zur Planung der Nachtsperren sowie zur detaillierten Koordination der SBB-Fachdienste wurde ein minutiöses Drehbuch ausgearbeitet, welches massgeblich zum Projekterfolg beigetragen hat.
- Bausumme
- ca. 2.3 Mio. CHF
- Stichwörter
- • Stahlbeton
• Bauwerk am/über Bahn
• Bauen unter Verkehr